23. Juni 2026
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Wir stellen die Preisträger*innen zum AVANT ART Festival vor. Es ist unser Landesfestival der Freien Theaterszene Thüringens und findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Jena statt. H
Wir stellen die Preisträger*innen zum AVANT ART Festival vor. Es ist unser Landesfestival der Freien Theaterszene Thüringens und findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Jena statt.
Heute präsentieren wir:

Ausradiert - Eine theatrale Recherche auf den Spuren Betroffener der NS-Eugenikverbrechen in Thüringen
vom stellwerk - junges Theater

VON UND MIT Ella Deußing, Marie-Louise Ganz, Anna Lagaude, Ronja Naujoks, Clara Perschel, Alex Gorschkow
LIVE-ILLUSTRATION Anke Zapf
KÜNSTLERISCHE LEITUNG projekt-il
CHOREOGRAFIE Melanie Heyne
DRAMATURGIE Stefanie Heiner
BÜHNE projekt-il
KOSTÜM Sara Drasdo
SOUNDDESIGN Philipp Münnich
VIDEO Jannik Strohm
PRODUKTIONSASSISTENZ Alex Gorschkow, Elinor Marie Geyer
DRAMATURGIEASSISTENZ Victoria Kerl
TECHNISCHE EINRICHTUNG Philipp Münnich, Jannik Strohm, Agnes Weidenbach

Zur Inszenierung:
Über den Ausmaßen der nationalsozialistischen Eugenikverbrechen hing lange ein Mantel des Schweigens und auch heute noch sind die Einzelheiten dieses Kapitels deutscher Geschichte wenigen bekannt: Über Jahre wurden hunderttausende kranke, unangepasste, geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen systematisch zwangssterilisiert oder ermordet – ermöglicht und durchgeführt in Krankenhäusern, Heil- und Pflegeanstalten, Gesundheitsämtern und Heimen. Die Anerkennung der Opfer dieses Massenverbrechens als NS-Verfolgte wurde über Jahrzehnte verweigert, weswegen die Betroffenen auch als die ›vergessenen NS-Opfer‹ gelten.
Wir wollen uns erinnern! Gemeinsam mit einem Ensemble von jungen Erwachsenen hat das Theaterkollektiv projekt-il Lebenswege von Opfern dieser Zwangssterilisierung und NS-›Euthanasie‹ recherchiert sowie Tatorte und Täter benannt, um die Relevanz dieser teils vergessenen Geschichten in der Gegenwart zu zeigen und auf der Bühne sichtbar zu machen. Grundlage dafür bieten biografisches Material von Betroffenen sowie eine Graphic Novel der Künstlerin Anke Zapf. Mit eindrücklichen Bildprojektionen, die live gezeichnet werden, nähern sich die jungen Menschen in einer dokumentarischen Collage auf der Bühne des stellwerk respektvoll diesem wichtigen Thema an.

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